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Genuss auf allen Wegen

 

Kühe auf der Alpe Garnera© Foto: Dietmar Denger

Kuh for you

Ziemlich kuhle Sache: Der Kräuterbauernhof der Familie Erath in Au vermietet Kühe auf Zeit. Das Beste daran: Die Kuh ist gut versorgt, man darf sie jederzeit besuchen, braucht sie aber nicht mit nach Hause zu nehmen. Fürs Mieten gibt‘s feinen, aus der Milch der Kuh hergestellten Bergkäse frei Haus. Und wer Sehnsucht nach seiner Kuh hat, der kann via Webcam im Stall vorbeischauen … Welche darf‘s denn sein? Bibi, der Wirbelwind, oder doch lieber Edith, die Gemütliche? Auf der Website des Kräuterbauernhofs Erath in Au im Bregenzerwald kann man sich seine Mietkuh aussuchen, natürlich mit Foto. Im Angebot hat Familie Erath zudem verschiedene Kuh-for-you-Packages: eine Kuh für acht Wochen, inklusive acht Kilo naturbelassenen Bergkäses per Post, eine Kuh für vier Wochen – mit zwei Kilogramm Käse und einer Woche Ferien auf dem Bauernhof. Und natürlich gibt es auch die Kuh zum Verschenken. Die Idee, die hinter dem Projekt steht: Gäste und Einheimische erhalten die Möglichkeit, einen besseren Einblick in die nachhaltige Milchwirtschaft zu bekommen. Sie lernen zu verstehen, wie wichtig diese gleichermaßen für die Natur und den Tourismus ist. Gleichzeitig sind die Kuhbesitzer auf Zeit mit allen Sinnen dabei: Sie dürfen ihre Kuh jederzeit auf der Weide oder im Stall besuchen – und bei Festen wie dem Alpauf- oder -abzug dabei sein. www.kuhforyou.at

 

Im Angelika Kauffmann Museum in Schwarzen­berg© Foto: Michael Gunz

Architektur erleben

Heimisches Holz, Glas und Beton: Die ersten Vorarlberger Baukünstler hatten in den 1960er-Jahren die Idee, formal einfach, ressourcenschonend und in Einklang mit der Umgebung zu bauen. Auch heute entstehen hier beson­ders viele mutige und zeitgemäße Bauten. Zehn „Architektouren“, die in Zusammenarbeit zwischen dem Vorarlberger Architekturinstitut und Vorarlberg Touris­mus entstanden, führen Besucher zu modernen und traditionellen Bauten wie etwa dem Angelika Kauffmann Museum in Schwarzen­berg (Bild). Die Halbtags- und Ganztags-Ausflüge widmen sich dabei diesen Themenschwerpunkten: Natur & Land­schaft, Kunst & Kultur, Holz & Material, Alt & Neu, Handwerk & Innova­tion sowie Ortsräumen. Beschreibungen gibt‘s hier: www.vorarlberg.travel/architektur

 

Nah an der Natur – wie hier im Montafon. Ein Genuss.© Foto: Daniel Zangerl

Die Sterne zählen – ein Genuss

Wer den Sonnenuntergang am Berg erleben und unterm Sternenhimmel einschlafen möchte, der findet gleich mehrere Angebote in Vorarlberg: In Lech Zürs am Arlberg steht auf dem Stierlochkopf ein Biwak zum Übernachten. Der Zauber eines Sonnenuntergangs kann man am Diedamskopf bei Au-Schoppernau im Bregenzerwald erleben. Eine kurze Wanderung führt zum Gipfel, von dem man bis zum Bodensee sieht. Am Berg campen ist auch im Montafon möglich. Der Zeltplatz liegt oberhalb von Gaschurn. www.lech-zuers.at; www.bregenzerwald.at; www.montafon.at

 

Dietrichs Riebelmais Whisky Xi.3© Foto: Michael Gunz

Wussten Sie, dass …

man Maisgries auch trinken kann? Richard Dietrich sammelt seit 2005 mit einer Handvoll Bauern das Originalsaatgut des Vorarlberger Riebelmaises und kultiviert diese alte Sorte. Der Maisgries ist nicht nur Grundlage für das traditionelle Vorarlberger Gericht Riebel, der ausgeprägte Geschmack vermag auch in der Flasche zu beeindrucken: Dietrichs Riebelmais Whisky Xi.3 reift drei Jahre in Eichenfässern und hat ein vollendetes Bouquet. www.dietrich-kostbarkeiten.at

 

In die Weite schauen

In die Weite schauen

Sonne. Glück. Ausblick. Ein ganz besonderer Moment beim Wandern ist das Ankommen am Gipfel. Man ist noch aus der Puste vom Anstieg, aber schon bereit für das Privileg, das grandiose Panorama der Bergwelt zu genießen. Wer in Vorarlberg zu Fuß unterwegs ist, der kann die Vielfalt der Natur intensiv erleben: die zauberhaften Landschaftsbilder des Rheintals und der Bodensee-Region, die Welt der Bergwiesen und Alpen ebenso, wie das Hochgebirge. Ein Rundwanderweg, bei dem man ganz Vorarlberg kennenlernt, ist „Min Weag“ (Mein Weg): Auf 31 Etappen führt er quer durchs Bundesland. Man kann einen guten Monat lang unterwegs sein oder sich Teilstücke aussuchen, denn „Min Weag“ ist ein Weg der vielen Möglichkeiten. Egal, für welche Strecke man sich entscheidet: Wanderer erwarten tolle Ausblicke, etwa vom Pfänder, dem Hausberg der Bregenzer, oder vom Gipfel des Hochhäderichs in den Bregenzerwald. Von der Hochleckachalpe hat man einen Prachtblick auf den Hohen Ifen und die Kanisfluh. www.vorarlberg.travel/min-weag

 

Nach der Moorwanderung© Foto: Vorarlberg Tourismus/ Ludwig Berchtold

Uralte Landschaften beschreiten

Lebensraum für Lebenskünstler: Die Krumbacher Moore im Bregenzerwald sind das Zuhause vieler seltener Tier- und Pflanzenarten. Zwergbirke, Große Moosjungfer und Hochmoor-Perlmutterfalter kann man mit etwas Glück bei einer Moorwanderung erleben. Rund um Krumbach gibt es ein weitläufiges Wegenetz für Neugierige. Am meisten erfährt und sieht man natürlich, wenn man eine geführte Tour mitmacht. Ausgebildete Moorführer­ vermitteln in Krumbach ihr Wissen und ihre Eindrücke – sie begleiten Gäste u. a. bei einer Wanderung in der Morgendämmerung. Anschließend erwartet die Gäste ein Moorfrühstück, offeriert von einem der vier Moorwirte, die sich dem Thema kulinarisch widmen.Tipp: zwischendurch mal die Schuhe ausziehen und erleben, wie sich Moos anfühlt: wie ein weicher Teppich, auf dem die Schritte wunderbar leicht und federnd sind. www.krumbach.at

 

Skifahren in der Morgendämmerung

Energie spüren

In der Morgendämmerung mit der Gondel auf den Berg: Early Birds haben beim Skifahren ein besonderes Wintersport-Erlebnis. Auf der Piste sind sie die ersten, die über die frisch präparierten Hänge ins Tal wedeln. Das Angebot gibt es im Skigebiet Silvretta Montafon in Schruns und in Gaschurn – sowie im Kleinwalsertal. Inklusive ist meist ein Frühstück am Berg, bei dem auch Riebel bzw. Brösel auf den Tisch kommt – ein traditionelles warmes Gericht aus Riebelmaisgries.Mehr darüber unter www.vorarlberg.travel/winter

 

Genuss: Fliegenfischer im Bregenzer Wald© Foto: Bregenzerwald Tourismus/ Michael Namberger

Die Kraft der Stille entdecken

Vorsichtig machen die Fliegenfischer in ihren Wathosen kleine Schritte im Wasser, um nicht auszurutschen. Die geschickten Angel-Akteure lieben klare, fließende Gewässer wie die im Brandnertal. Geduldig zeigen sie den eleganten Schwung, mit dem die Schnüre geworfen werden, die Forellen und Saiblinge anlocken sollen. Dabei ist es so still, dass nur das Surren der Schnüre mit den kunstvoll gebundenen Ködern zu hören ist. Nach und nach macht sich eine meditative Ruhe breit. Gäste können die Angelkunst z. B. in Brand und auch im Bregenzerwald erlernen. www.brandnertal.at; www.bregenzerwald.at

 

Große Raumwirkung

Beeindruckend: Eine ganz besondere Basis für den Blick in die Weite bietet der Panorama-Raum im vorarlberg museum in Bregenz. Gestaltet hat den Raum mit seiner 14 Meter breiten Glasfront der Künstler Florian Pumhösl. In vollkommener Stille schaut man aus dem mit dunklem Holz fächerartig vertäfelten leeren Raum hinunter auf den Bodensee. Das Museum befasst sich in modern gestalteten Ausstellungen mit der Geschichte und Gegenwart Vorarlbergs und des Bodenseeraums. www.vorarlbergmuseum.at

 

 

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